Lorenz E 090 (später auch: EO 509)
Foto (1)  und  

Allwellen-Empfänger Lorenz E 090
1936 stellt Lorenz den 2-Kreiser E 090 vor. Der Geradeausempfänger arbeitet mit 4 Röhren MF2, je eine in HF-Stufe und Audion und zwei in der NF-Stufe.
Das Band von 15 kHz bis 20 MHz ist mit einem Spulenrevolver in zwölf Teilbereichen abrufbar, die einzelnen Bereiche werden mit einer Kurbel durchgestimmt. Im Foto sieht man diese Kurbel vorn rechts. Der knebelförmige Bandschalter befindet sich - auf dem Foto nicht sichtbar - an der linken Seite des Empfängers.

Das Gerät kann in den Sendearten Telegrafie tonlos (A1), Telegrafie tönend (A2) und Telefonie (A3) betrieben werden. Die Überlagerung bei A1-Betrieb erfolgt durch Anziehen der Rückkopplung (Dritter Regler von rechts).
Für die "Behördenröhre" MF 2 werden 2 Volt als Heizspannung und 100 - 150 Volt als Anodenspannung benötigt. Bei Ausfall der Spannungen kann der E 090 im Detektorbetrieb benutzt werden.

Der Empfänger weist große bauliche Ähnlichkeit mit dem E 381 von Telefunken auf und war wohl auch als Kokurrenzmodell dagegen gedacht. Der E 090 wurde hauptsächlich für den Export gebaut, 1942 ging z.B. eine Serie an die Armee der Schweiz. Zwischen 1936 und 1945 gab es immer wieder kleine Änderungen in der Schaltung. Die modifizierten Geräte hiessen dann EO 509, EO 509 1, EO 509 2, EO 509 3 (1943 / 14,7 bis 21430 kHz) oder EZO 5090. Der Empfänger ist in einem Spitzgussgehäuse untergebracht und bringt es auf 32 kg Gesamtgewicht.
Bildnachweis:

Foto (1)  Urheber gem.§7 Urh.G.: Heinrich Busch, Berne
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Version: 17-Okt-07 / 02-Jun-11/ HBu