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links: Der Empfänger MUZE C 12 (die
Abkürzung bedeutet: Marine-Universal-Zellen-Empfänger)
gehört in eine Empfängerserie, die ab 1907 beginnend mit dem
Typ C 07 - die Zahlen weisen auf das Konstruktionsjahr hin - von Telefunken
für die Marine gebaut wurde. Der hier abgebildete C 12 stammt also
aus dem Jahr 1912. Sein Frequenzbereich umfasst 20 - 750 kHz. Als sog.
"Zelle" dienen ein oder zwei Kristalldetektoren. Der Antennenkreis enthält
Apparatevariometer, Antennenspulen, Antennendrehkondensator und Zusatzvariometer.
Der Sekundärkreis wird mittels Drehkondensator abgestimmt. Der an
den Sekundärkreis angekoppelte unabgestimmte Detektorkreis enthält
einen Fritter und eine Serienschaltung von Kondensator und Widerständen.
Beide sollen die zwei Kristalldetektoren schützen. Dazu kommt noch
ein Bereichsschalter mit vier Stellungen, der Sende-/Empfangsumschalter
und der Detektorumschalter. Ein "Ticker" für den Empfang der
ungedämpften Wellen, die die bei der Marine eingeführten Lorenz-Lichtbogensender
erzeugen, kann direkt an den Sekundärkreis angeschlossen werden.
Oben rechts: Das Bedienfeld eines MUZE C 12 von oben gesehen Im Antennenkreis des Empfängers befindet sich kein Variometer sondern lediglich eine Spule. Auf Grund solcher und anderer Möglichkeiten die Arbeitsweise des Empfängers zu ändern, war der C 12 bei der Marine sehr beliebt und wurde bis zum Kriegs- ende 1918 benutzt. Auch Kombinationen mit Geräten anderer Hersteller als Telefunken waren gebräuchlich. Links: Der "Zusatz-Ticker" ZTE 10 von C. Lorenz (1910) wurde wegen seiner Spulengüte gern an den Sekundärkreis des C 12 geschaltet. Die nach dem Krieg noch vorhandenen Empfänger MUZE C 12 wurden auch bei Küstenfunkstellen der Reichspost, z.B. bei Helgoland Radio / KHG und Norddeich Radio eingesetzt. |
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Bildnachweis: Bild 1 und Bild 2 Quelle: Sammlung F. Schäperkötter (Mit freundl. Genehmigung 2008) Bild 3 Urheber gem. §7 Urh.G.: Heinrich Busch, Berne |