| links:
Lorenz-Seefunkstation SR 02 729 (1929)
rechts:
Lorenz-Seefunkstation SR 02 729a (1929)
Ab
1929 setzte die Debeg die hier abgebildeten Seefunk- Schrankstationen von
Lorenz ein. Beim Sender handelt es sich um kombinierte Mittel- und Grenzwellensender
für die Betriebsarten A1, A2 und A3. Die erste Version SR 02 729 (Foto
links) arbeitet in den Bereichen 410 - 510 kHz und 1420 - 2000 kHz, die
zweite Version SR 02 729a (Foto rechts) deckt den gesamten Bereich zwischen
333 kHz und 2 MHz ab. Die Sendeleistung beträgt bei A1 200 Watt, bei
A2 und A3 70 Watt. Die selbsterregte Steuer- stufe mit einer RS31 ist in
3-Punkt-Schaltung mit Abstimmung per Variometer ausgeführt. Die Endstufe
ist kapazitiv gekoppelt und arbeitet mit zwei RS235 Spez. parallel, sie
enthält ein Doppel-Variometer. Die induktiv gekoppelte Antenne wird
per Variometer und Kondensatoren abgestimmt.
Auf
den Fotos der schrankförmig aufgebauten Stationen sind der Hochspannungstrafos
in den jeweils unteren Fächern zu erkennen, in den obersten Fächern
stecken die Steuer- und Endstufe und die Abstimmungselemente.
Als
Empfänger wird in beiden Stationen das Lorenz-Gerät ERU
129 verwendet. Er steht im jeweils mittleren Fach, auf dem Foto rechts
sind jedoch die 5 Röhren (alle RE 074) und die Steckspulen des Gerätes
nicht vorhanden. Der ERU 129 (5-Kreise) deckt mit umsteckbaren Spulen den
Bereich zwischen 120 und 3000 kHz auch in der Betriebsart Telefonie ab. |